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Freitag, 20. April 2018

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Deutschland – das Land der Nichtschwimmer PDF Drucken E-Mail

Text: Heinz Käsinger

Mehr als die Hälfte aller deutschen Kinder mit zehn Jahren, nämlich genau 59 Prozent, kann nicht schwimmen. Das geht aus einer Forsa-Umfrage hervor, die die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Auftrag gegeben hatte. Befragt wurden 2000 Kinder bis zum 14. Lebensjahr. Nur 40 Prozent aller Sechs- bis Zehnjährigen besäßen ein Jugendschwimmabzeichen.

Doch auch das sei trügerisch, sagte ein DLRG-Verantwortlicher. Das beliebte „Seepferdchen“ zum Beispiel bestätigt einem Kind nur, dass es sich über eine Strecke von 25 Metern über Wasser halten könne – was im Zweifelsfall wenig bis gar keine Aussagekraft besäße. Alleine der „Freischwimmer“, heute Jugendschwimmabzeichen in Bronze genannt, bescheinigen einem Kind sichere Schwimmfähigkeiten. Zum Erwerb des „Freischwimmers“ muss man in 15 Minuten mindestens 200 Meter zurücklegen, ohne dabei eine Pause zu machen.

Schon länger schlagen Rettungsgesellschaften, Bademeister und Mitglieder von Strand- und Schwimmbadaufsichten Alarm. Denn die Zahl jener, die gerettet werden müssen steige jährlich an. Im Jahr 2016 beispielsweise sind in Deutschland 542 Menschen vor dem Ertrinkungstod gerettet worden, fast ebenso viele, 537 Personen, sind jedoch ertrunken. Das waren 49 Menschen mehr als noch 2015.

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US-Flugzeugträger „USS Lexington“ entdeckt PDF Drucken E-Mail

lexington(Foto: Naval History & Heritage Command, Die „USS Lexington“ auf einer Übungsfahrt im Pazifik)Text H.K.
 
76 Jahre nach der Schlacht im Korallenmeer (4. bis 8. Mai 1942) vor Australien, wurde der US-Flugzeugträger „USS Lexington“ wiederentdeckt. Das Schiff ging bei der Schlacht verloren und riss mehr als 200 Menschen mit in den Tod. Die „USS Lexington“ liegt in rund 2000 Meter Wassertiefe, etwa 800 Kilometer vor der Küste Australiens. Wieder war es der Microsoft-Mitgründer Paul Allen, der das Schiff fand. Allen hatte während der vergangenen Jahre schon einige Wracks entdeckt. Darunter war die legendäre „Indianapolis“ ebenso wie das japanische Schlachtschiff „Musashi“.

Die US-Navy bestätigte den Fund und identifizierte das Wrack anhand erster Unterwasserbilder. Die zeigen das Wrack in einer erstaunlich guten Verfassung. Auch elf von 35 Flugzeugen sind mit ihrem Träger untergegangen, die anderen 24 konnten auf Ausweichschiffen landen. Admiral Harry Harris, Befehlshaber der amerikanischen Pazifikflotte, gratulierte dem Entdecker Allen und war dabei sichtlich gerührt: „Als Sohn eines Überlebenden des Untergangs, gratulieren ich Paul Allen und all seinen Expeditionsteilnehmern ganz herzlich zum Fund der Lady Lex."

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Schiffsfriedhof bei Tunesien entdeckt? PDF Drucken E-Mail

tigrisJean-Pierre Misson (78), ein belgischer Hobbytaucher, ist vor der tunesischen Stadt Tabarka mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Schiffsfriedhof gestoßen. Dieser besteht aus sieben Weltkrieg II-U-Booten, sechs britischen und einem italienischen. Darunter könnte auch das Royal Navy U-Boot „HMS Tigris“ sein, das seit 1943 als vermisst gilt. Sollte sich Missons Annahme als wahr erweisen, ruhen an dieser Stelle rund 250 Marinesoldaten.

Gewissheit könnten nähere Untersuchungen von Sonarbildern bringen, die dann mit Aufzeichnungen der Royal Navy verglichen werden könnten. Die sieben Boote liegen auf relativ kleinem Raum in 70 Metern Tiefe beieinander. Misson meint, es könnten dort auch noch mehr Schiffe liegen, er hätte nicht das gesamte Gebiet abscannen können. Diese Stelle im Mittelmeer war besonders bei U-Boot-Fahrern gefürchtet, weil sie stark von Minen verseucht war.

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Britische Schatzjäger tauchen nach 125 Milliarden Pfund PDF Drucken E-Mail

goldIm Herbst wurde bekannt, dass das britische Schatztauchunternehmen Britannia’s Gold Ltd. Schiffe,  bzw. deren Ladungen, orten und bergen will, die in den beiden Weltkriegen von der deutschen Kriegsmarine versenkt wurden. Dutzende von Wracks hat man lokalisiert und erhofft sich eine Gesamtausbeute von rund 125 Milliarden Britischen Pfund in Goldbarren. Bevor man Investoren für diese hoch riskante Anlage gesucht hat, haben Spezialisten der Firma, darunter Archäologen, Historiker und Ingenieure, 25 Jahre lang Daten gesammelt. In einem finalen Vorbereitungsschritt trug ein 37-köpfiges Expertenteam rund um die Uhr Informationen aus europäischen und überseeischen Archiven zusammen, sammelte Wetter- und Strömungsdaten und machte sich über die Beschaffenheit des Meeresbodens an den Wrackstellen kundig. Unter anderem hatten sich die Schatzjäger durch vorab durchgeführte Sondierungsfahrten auch versichert, dass die betreffenden Wracks unbeschädigt sind und nicht etwa schon geplündert wurden.

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Weltkrieg I-Wracks im Norden Irlands PDF Drucken E-Mail

20_justicia(Alte Aufnahme der "SS Justicia". Fotograf, Ort und Datum des Fotos sind unbekannt)

Ein Wrackplatz der Superlative liegt im Norden Irlands vor Londonderry. Dort haben sich in den beiden Weltkriegen unzählige Dramen abgespielt, alliierte wie auch deutsche Schiffe sind zu Dutzenden versenkt worden.

Der irische Wracktaucher Darragh Norton, der aber in Riehen, Schweiz, wohnt, besuchte kürzlich das Wrack der „SS Justicia“, einen ziemlich weit vor der Küste gesunkenen Truppentransporter. Die „Justicia“ war im Juli 1918, also kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs, auf dem Weg von Belfast nach New York. Begleitet wurde der Transporter von einem Zerstörer. Nur 37 Kilometer weit kam der kleine Verband, als ein deutsches U-Boot die Schiffe ausmachte und das Feuer eröffnete. Zu diesem Zeitpunkt befand man sich vor Skerryvore (Schottland). Das U-Boot traf die „Justicia“ zwar, jedoch waren die Zerstörungen nicht so schlimm, dass das Dampfschiff hätte sinken müssen. Man schloss einige Luken und wandte sich gen Westen, um dem U-Boot zu entkommen. Glücklicherweise waren keine Truppen an Bord, nur die Besatzung. Nach dem Angriff evakuierte man die meisten von ihnen, nur das nötigste Personal blieb an Bord.

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Die „Musashi“: Ein Schlachtschiff wird wiederentdeckt PDF Drucken E-Mail

musashi_fin(1)Das japanische Schlachtschiff „Musashi“ war eines der größten und am schwersten bewaffnete Kriegsschiffe aller Zeiten. 1944 wurde es in philippinischen Gewässern versenkt und geriet in Vergessenheit. Die „Musashi“ ist nicht das größte Kriegsschiff aller Zeiten und nicht das gefährlichste, aber trotzdem schlug es schon beim Bau alle Rekorde. Hergestellt wurde es auf der Mitsubishi-Werft in Nagasaki. Namensgeber ist eine japanische Provinz bei Tokio. Die Produktionsstätte wurde von einem mehrere Meter hohen und kilometerlangen Zaun aus Hanfgras gegen neugierige Blicke und Spionageattacken geschützt. Stapellauf war am 1. November 1940 um 03.20 Uhr. Das musste so sein, weil aufgrund der Gezeitenlage genau zu diesem Zeitpunkt ein besonders hoher Stand der Flut zu erwarten war. Mächtige Trossen mussten das Abrutschen des Schiffes vom Schlitten ins Hafenbecken künstlich verlangsamen, weil sich das Schiff sonst in den Bodenschlamm des Beckens gebohrt hätte. Trotzdem löste der Schiffsrumpf durch den Stapellauf eine 1,20 Meter hohe Flutwelle aus. Das kam nicht von ungefähr, denn das Schiff sprengte nicht nur alle Maße, es war auch so stark gepanzert, dass es kleineren Torpedos und Treffern von kleinen Flugzeugbomben trotzen konnte.

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Franklins „Terror“ ist gefunden PDF Drucken E-Mail

terrorSo stellte sich ein Zeichner Admiral George Becks Havarie im Arktiseis mit der „Terror“ vor. Foto: British Museum, Text Heinz Käsinger

Wir schreiben den Monat Mai im Jahr 1845. In England bricht Sir John Franklin mit seinen beiden Schiffen „Erebus“ und „Terror“ auf, um die sagenumwobene Nordwestpassage zu finden, den kürzesten Weg von Europa nach Asien. Der führt rund 6000 Kilometer Wegstrecke über den Nordatlantik zum Nordamerikanischen Kontinent und dann zwischen der kanadischen Inselwelt und dem nordpolaren Packeis hindurch nach Alaska, von wo aus es nur noch wenige Kilometer nach Asien hinüber sind. Oder kurz: Ein Katzensprung, gemessen an der Strecke über die Westküste Afrikas, das Kap der Guten Hoffnung, Madagaskar und Indien.

Franklin gelingt, so kann man es heute rekonstruieren, die Überfahrt über den Atlantik. Aber dann wird es Winter und seine beiden Schiffe bleiben im Eis stecken. Die Männer sind gefangen in Eis, Kälte und schrecklichen Wetterverhältnissen. Die Welt hört nie wieder etwas von der Expedition, alle Teilnehmer sind verschwunden, aller Vermutung nach verschluckt vom ewigen Polareis. Das Unternehmen aber war der britischen Krone so wichtig, dass sie elf Jahre lang nach Franklin und seiner Crew suchen ließ.

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Australien: Die Riffe leben PDF Drucken E-Mail

von Heinz Käsinger

„Das Great Barrier Reef ist tot. Es verstarb im Jahre 2016 nach langer Krankheit. Es wurde 25 Millionen Jahre alt.“

So titelte das US-Magazin „Outside“ Mitte Oktober 2016 und berief sich dabei auf die Aussagen zahlreicher Fachleute. In der Folge übernahmen viele Medien weltweit den Artikel, Zeitungen, Zeitschriften und auch das Fernsehen berichteten, 95 Prozent des Riffs seien bereits tot und die restlichen fünf Prozent lägen in Agonie. Bald darauf kam Gleiches auch über die Riffe von Chagos und die Malediven. Und auch ATLANTIS schlug in die Kerbe und übernahm die düstere Berichterstattung. Wie sich dieser Tage herausstellt, war die Todesanzeige der Medien nicht nur verfrüht, sie entbehrt sogar jeglicher Wahrheit. „Das Barriereriff ist 345000 Quadratkilometer groß und ist damit die größte lebende Struktur des Planeten“, weiß Tommy Piccarius vom Great Barrier Marine Park. „Es ist Weltnaturerbe und mehrere hundert Korallenarten und rund 1500 Fischarten leben hier. So schnell bekommt man so einen Organismus nicht kaputt“, ärgert sich der Meeresbiologe über die Artikel, die sogar in seriösen Wissenschaftsblättern abgedruckt wurden.

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HMSS „Britannic“ soll Taucher anlocken PDF Drucken E-Mail

olympicklasseVor rund 100 Jahren, am 21. November 1916, lief das britische Hospitalschiff „Britannic“ auf eine deutsche Treibmine und sank. Seither liegt das Schwesterschiff der „Titanic“ in rund 130 Metern Tiefe im Kanal zwischen den Ägäisinseln Kea und Makrònissos. Die 1036 Menschen an Bord konnten fast vollständig lebend evakuiert werden, es gab nur 30 Tote und 40 Verletzte. Die Besatzung hat damit eine logistische Meisterleistung vollbracht, da die „Britannic“ innerhalb von nur 58 Minuten sank. Kürzlich trat ein international besetzter Beraterkreis zusammen, der aus Tauchern, Wissenschaftlern, Behördenvertretern und Nachkommen von Opfern bestand. Dieser Personenkreis diskutierte das Ansinnen von Yannis Tsavelakos, dem Betreiber einer örtlichen Tauchbasis. Tsavelakos will um die „Britannic“ herum einen taucherischen Themenpark schaffen, der die „Britannic“ mit anderen Wracks dieses Meeresgebietes verbindet. Zum Beispiel mit dem Wrack der SS „Burdigala“, einem französischen Schiff, das unmittelbar vor der „Britannic“ sank, ebenfalls durch den Treffer einer Treibmine. Experten vermuten, dass es dasselbe deutsche U-Boot war, nämlich U-73, das die Minen ausgebracht hatte.

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