Atlantis Magazin
Advertisement
Samstag, 14. Dezember 2019

Home arrow Reportage & Service
HomeKontaktImpressumHaftungsausschluss
     

Aktuelles Magazin

atl_titel_2019.jpg

Benutzer Login






Passwort vergessen?

Advertisement

Reportage & Service
Das älteste Schiffswrack der Welt wird im Schwarzen Meer entdeckt PDF Drucken E-Mail

odysseusDer an den Mast gebundene Odysseus hört den Gesang der Sirenen. Der Weinkrug befindet sich im Britischen Museum (Foto: Britisches Museum)

Hat so das Schiff von Odysseus ausgesehen? Das älteste intakte Schiffswrack der Welt, komplett mit Mast, Rudern und Ruderbänken, wurde auf dem Grund des Schwarzen Meeres gefunden, wo es seit mehr als 2400 Jahren liegt.

Das 23 Meter lange Handelsschiff wurde von einem ferngesteuerten U-Boot auf der Seite liegend aufgespürt. Britische Wissenschaftler vom Black Sea Maritime Archaeological Project, die das Wrack gefunden haben, sagen, dass seine Lage - etwa 80 Kilometer vor der Küste Bulgariens - enthülle, wie weit sich damals lebende griechische Händler mit ihren Schiffen vom Ufer entfernt wagten. Das Wrack zeige auch die Genauigkeit des Sirenenmalers, eines alten griechischen Künstlers, der Weinkrüge dekorierte. Einer davon befindet sich im British Museum. Darauf abgebildet: Odysseus, der an den Mast eines bemerkenswert ähnlichen Schiffes gebunden war, um den Sirenengesang hören zu können. Die Ruderbänke, die Riemenlöcher, der Mast und das Ruder des aufgefundenen Wracks ähneln denen der Abbildung auf dem Weinkrug, auf der die Matrosen von Odysseus mit wachsverstopften Ohren saßen, so dass sie das bezaubernde Lied der Sirenen nicht hören konnten. Wären sie dem Locken gefolgt, wären sie an der Felsenküste einer Insel zerschellt.

weiter …
 
Sensationeller Verkauf bei Ebay: Deutsche Scapa Flow Schlachtschiffe wurden verkauft PDF Drucken E-Mail
fleet_in_scapa_flow(Foto: Wikipedia) In den vergangenen Tagen überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst meldete der pensionierte britische Taucher Thomas Clark (70), dass er vier Wracks von Scapa Flow auf Ebay versteigern werde. In der geschützten Bucht zwischen den Orkney-Inseln liegen noch sieben Schiffe der ehemaligen kaiserlichen Kriegsmarine. Unter anderem die „SMS Kronprinz Wilhelm“, die „SMS König“, die „SMS Markgraf“ und die „SMS Karlsruhe“ – um den Verkauf dieser vier Schiffswracks über die Internetplattform Ebay ging es jetzt.

Zunächst hielt alle Welt diese Meldung für einen Spaß, doch Thomas Clark soll tatsächlich die Rechte an den Schiffen von einem Bergeunternehmen, dem vormaligen Eigentümer, gekauft haben. Die Großlinienschiffe „Kronprinz Wilhelm“, „König“ und „Markgraf“ bot Clark für jeweils 250 000 Britische Pfund (£), den kleineren Kreuzer „Karlsruhe“ für 60 000 £ – also zu einem Preis von insgesamt mehr als 800 000 Pfund an.

weiter …
 
Drei Haie zerfleischen eine amerikanische Studentin PDF Drucken E-Mail

Die amerikanische Studentin Jordan Lindsey wurde am 26. Juni 2019 vor den Bahamas von drei Haien angegriffen und totgebissen. Zusammen mit ihren Eltern war die Kalifornierin zur Roseninsel (Rose Island) aufgebrochen. Die Insel liegt nur etwa 30 Bootsminuten von der bahamesischen Hauptstadt Nassau entfernt. Dort unternahm sie einen Schnorchelausflug durch ein Riff, als die Haie kamen. Ihre Eltern warnten die junge Frau durch Zurufe, die sie jedoch nicht hörte.

Die Haie trennten ihr den rechten Arm ab und verletzten auch den linken, die Beine und bissen ihr auch ins Gesäß. Nachdem Jordan ins Krankenhaus gebracht worden war, erklärten die Ärzte sie nach kurzer Zeit für tot.

„Ausgerechnet“, möchte man in diesem Fall sagen. Denn die Studentin galt als äußerst tierlieb und sie war ein Kämpfer für den Riff- und Klimaschutz.

 
Brand auf russischem Spionage-U-Boot tötet hochrangige Marineoffiziere PDF Drucken E-Mail

Das U-Boot wurde zwischenzeitlich zu einer Marinebasis in Severomorsk an der Barentssee gebracht. Dort soll der Zwischenfall jetzt näher untersucht werden. Vierzehn russische Seeleute starben, als ein Feuer auf einem streng geheimen Tiefsee-U-Boot ausbrach, von dem Präsident Putin sagte, dass es mehrere hochrangige Marineoffiziere trug. Putin nannte nicht den genauen Typ des betreffenden Schiffes, aber unabhängige russische Medienberichte, die sich auf militärische Quellen beriefen, sagten, es handele sich um ein nuklearbetriebenes Spionage-U-Boot mit dem Spitznamen Losharik. Die Besatzungsmitglieder wurden durch Dämpfe vergiftet, sagten Beamte des Verteidigungsministeriums.

Zwischenzeitlich hat Putin im russischen Fernsehen Stellung bezogen. In der Sendung sagte er: „Das ist ein großer Verlust für die Marine und für die Armee als Ganzes. Es ist kein gewöhnliches Schiff, wie wir wissen. Es ist ein wissenschaftliches Forschungsschiff, seine Crew ist hochprofessionell.“ Er sagte, dass sieben der Opfer auf dem höchstmöglichen Niveau – Kapitän ersten Ranges – im Stab der russischen Marine waren. Zwei der getöteten Matrosen waren Helden des Vaterlandes. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass sich das betroffene Schiff nun auf der Basis der russischen Nordflotte in Severomorsk an der Barentssee befindet. Es wurde nicht geklärt, wie viele Seeleute an Bord waren, als das Feuer ausbrach und ob es Überlebende gab. Unbestätigte Berichte besagen, dass fünf Seeleute überlebt haben. Putin sagte, er habe eine Untersuchung des Unfalls angeordnet und den Familien der Opfer sein Beileid ausgesprochen.

weiter …
 
Deutsches WKII-U-Boot „U23“ vor Agva lokalisiert PDF Drucken E-Mail

arendt(Bild oben: Bundeswehr der Bundesrepublik Deutschland, Konteradmiral a. D. Rudolf Arendt 1966, damals noch Fregattenkapitän, war im Zweiten Weltkrieg Kommandant von U23, Text: Heinz Käsinger)

Vor einem dreiviertel Jahrhundert wurde einem jungen deutschen U-Boot-Kommandanten auf einer geheimen Mission im Schwarzen Meer befohlen, sein eigenes U-Boot zu evakuieren und zu versenken, damit es nicht in russische Hände gerät. Rudolf Arendt, heute 96 Jahre alt und pensionierter Admiral, verbrachte den Rest seines Lebens auf der Suche nach dem Wrack der U23.

Diese Woche hat sich endlich sein Wunsch erfüllt.

weiter …
 
58 Schiffswracks bilden mehr als 2000 Jahre Geschichte ab PDF Drucken E-Mail

fourni-1(Der Fourni-Archipel in der östlichen Ägäis ist ein archäologisch interessantes Gebiet. Die genauen Fundorte der 58 Wracks werden allerdings geheim gehalten; Karte: Wikipedia, Text: Heinz Käsinger)

Dutzende von Schiffswracks wurden kürzlich in abgelegenen Archipelen in der östlichen Ägäis gefunden. Fachleute meinen, es handele sich um den bedeutendsten Fund der vergangenen zehn Jahre. Nach einer viermonatigen Untersuchung des Meeresbodens von Fournoi, einer Inselgruppe in der östlichen Ägäis, sagten die griechischen Behörden, dass die 58 Wracks „bemerkenswert und eine der größten Entdeckungen des Jahrhunderts“ seien. „Wir sind absolut begeistert“, sagte Dimitra Kouneli, eine Sprecherin des Kulturministeriums. „Wir vermuten, dass der Meeresboden noch mehr Schätze hervorbringen könnte. Die Jagd läuft noch."

weiter …
 
Mobile autonome Systeme erkunden lebensfeindliche Umgebungen PDF Drucken E-Mail

arggonauts gruppenfoto(Foto: Fraunhofer IOSB, die „Arggonauts“ mit einem Water Strider im Hafen von Kalamata, Griechenland, während des Finales des Shell Ocean Discovery Xprize. Die Teams traten im November und Dezember 2018 sukzessive an, anschließend wertete eine Jury die Ergebnisse aus. Siehe Kommentar am Ende) 

Der 2016 gestartete, mit sieben Millionen Dollar dotierte Shell Ocean Discovery Xprize ist entschieden. Das einzige deutsche Team in dem weltweiten Technologiewettbewerb zur Tiefseekartierung, die „Arggonauts“ des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB (ATLANTIS berichtete schon 2017), sind unter den besten fünf von 32 teilnehmenden Teams gelandet. Eine exakte Platzierung gab die Xprize-Foundation bei der Preisverleihung am 31.5. in Monaco nur für den Sieger und den Zweiten bekannt.

weiter …
 
Rechtsstreit um die „Victory“ PDF Drucken E-Mail
john_balchen(Text von Heinz Käsinger, Bilder von Wikipedia open Acces)
In England beginnt in diesem Jahr ein Gerichtsprozess um das Wrack eines barocken Kriegsschiffs der Royal Navy. Es geht darum, ob ein professionelles Bergeunternehmen das Wrack für sich beanspruchen und ausbeuten darf, oder ob es sich um ein  – auch durch internationale Abkommen – geschütztes Kriegsgrab handelt. Im Klartext: Es geht um Geld.
Am 3. Oktober 1744 fuhr die „Victory“ – nicht Lord Nelsons Flaggschiff, ein früheres – über den Ärmelkanal nach Hause, als sie in einen Sturm geriet. Am nächsten Nachmittag, nachdem sie, vermutlich in der Nähe der Kanalinseln, verschwunden war, wurde sie für verloren erklärt.
Mehr als 250 Jahre lang blieben die „Victory“ und die 1150 Mann Besatzung verschollen. Dann, im Jahr 2008, wurde das Wrack von der in Florida ansässigen Firma Odyssey Marine Exploration gefunden, rund 100 Kilometer weit vom vermuteten Ort der Havarie entfernt. Im folgenden Jahr brachten Mitarbeiter des Unternehmens zwei bronzene Kanonen an die Oberfläche, eine mit dem Portrait Georgs I. und die andere mit dem Portrait Georg II.

weiter …
 
Stürme statt Piraten PDF Drucken E-Mail
galeone-sturm(Bild: pxhere.com, barocke Galeonen im Sturm, Text: Heinz Käsinger)

Beladen mit Kanonen, Schätzen, Seeleuten und Entdeckern, die verbissen die Welt ergründen – und vor allem kartographieren – wollten, traten Hunderte spanischer Galeonen den Weg aus der Neuen Welt zurück nach Hause an. Darauf hatten Piraten nur gewartet. Um ihnen auszuweichen, steuerten die Schatzschiffe auf die hohe See zu.

Ein fünfjähriges Forschungsprojekt im Auftrag des spanischen Kulturministeriums hat nun ergeben, dass das Wetter (und nicht die Piraten) maßgeblich für das Schicksal zahlreicher Havarien war. Laut dem Bericht der Wissenschaftler, die 681 Schiffswracks aus fünf Jahrhunderten untersuchten, forderten entweder tropische Stürme oder Hurrikane 91,2 Prozent der Schiffe. Nur 0,8 Prozent wurden bei Piratenangriffen versenkt und 1,4 Prozent gingen bei Seeschlachten mit verfeindeten Mächten verloren. In 4,3 Prozent der Fälle liefen die Schiffe auf Felsen oder gingen durch Navigationsfehler unter.
weiter …
 
<< Anfang < Vorherige 1 2 3 4 5 6 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 1 - 9 von 48
Advertisement
Advertisement
Advertisement
 
 
 
Advertisement

Advertisement

© 2019 Atlantis Magazin