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Mittwoch, 12. Dezember 2018

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Biologie
Charles Darwin: Der Mann, der Gott entthronte PDF Drucken E-Mail
Vergangenes Jahr wäre Charles Darwin 200 Jahre alt geworden und seine Evolutionstheorie wurde vor 150 Jahren veröffentlicht. ATLANTIS würdigt in diesem Artikel nicht nur den Wissenschaftler sondern bemüht sich, auch den Menschen Darwin zu zeigen.H.K.
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Krokodilsgeschichten, heiter bis tragisch PDF Drucken E-Mail
lesitenkrokodilNoch in den 1970er Jahren stand das Salzwasserkrokodil vor der Ausrottung, dann wurde es unter Artenschutz gestellt. Heute ist es wieder zahlreich an den Küsten der wärmeren Länder anzutreffen – und folgerichtig häufen sich die Zwischenfälle in die Mensch und Krokodil sich verwickeln. Und die oft tödlich enden. Für die eine oder andere Seite.

Kürzlich traf es einen britischen Touristen auf Sri Lanka. Er war mit Freunden an der Küste unterwegs, als ihn ein menschliches Rühren überfiel. Er suchte nach einer Möglichkeit, sich diskret zu erleichtern, kehrte dann aber nicht zu seiner Gruppe zurück. Eine Suche blieb erfolglos. Taucher fanden den Leichnam des jungen Mannes schließlich in der Bucht im flachen Wasser. Sein Körper wies mehrere, krokodilstypische Bissverletzungen auf, besonders stark war das rechte Bein verletzt. Das Gebiet, in dem sich der Zwischenfall ereignete, ist bei den Einheimischen als Krokodilsgebiet bekannt und gefürchtet.

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Biologisches aus Süß- und Salzwasser PDF Drucken E-Mail

Katastrophengebiet Mittelmeer: Die Forschungsstelle Fisch der EU schlägt Alarm. Die Fauna des Mittelmeers ist durch den Klimawandel, die Meeresverschmutzung und vor allem Überfischung bedroht. Während der vergangenen 50 Jahre sind 34 Prozent der Fische und 41 Prozent der Meeressäuger verschwunden. 93 Prozent aller Bestände sind überfischt. Dabei gilt das Mittelmeer als besonders artenreich. Mehr als 10000 verschiedene Arten haben dort ihr Zuhause.

Katastrophengebiet Australien: Ein mächtiger Sturm mit einhergehendem Meereshochwasser in der Gegend von Sydney hat auch mindestens zwei Haien kräftig zugesetzt. Ein Bullenhai wurde von den Wassermassen in einen Flusslauf gedrückt, landete dort im Schlamm und verendete kläglich. Fußgänger fanden das leblose Tier am Tag nach dem Sturm an Land. Mehr Glück hatte ein junger Seidenhai. Das knapp ein Meter lange Tier wurde ebenfalls an Land gespült, landete dort aber in einem Swimmingpool. Zuerst fiel es niemandem auf, dass ausgerechnet ein Hai im Pool kreist und zahlreiche Schwimmer stiegen ins Wasser. Später wurde der Fisch entdeckt, eingefangen und im Meer wieder ausgesetzt.

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Die Ostseefauna verändert sich dramatisch PDF Drucken E-Mail

tuemmler(Foto: NASA Mediaarchiv) Seit über einem Jahr schon schwimmen die beiden Großen Tümmler Selfy und Delfy in der Ostsee herum und entzücken die Badegäste. Sie nehmen tatsächlich Kontakt mit dem Menschen auf und lassen sich streicheln und fotografieren.Auch in der Kieler Förde tummelt sich ein Delfin und weiter östlich, zwischen Rügen und Usedom, hält sich ein rund zehn Meter langer Buckelwal auf.

Doch das ist nur das, was man auch auf den ersten Blick sieht. Wer sich mit Kleintieren auskennt und die Möglichkeit hat, abzutauchen, der bemerkt einen unscheinbaren Bodenfisch, die Schwarzmeergrundel. Und im Freiwasser treibt eine besondere Art der Rippenquallen. Beide Tiere sind, wohl im Bilgewasser von Schiffen, in die Ostsee eingeschleppt worden, weshalb man von Invasivarten spricht. Ursprünglich waren die beiden Immigranten nur im Schwarzen-, im Asowschen- und im Kaspischen Meer heimisch.

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Der Huchen - Donaulachs PDF Drucken E-Mail

gross1(Bild: Der Donaulachs kommt in Europa ausschließlich in der Donau und seinen Bebenflüssen vor. Dieses Prachtexemplar wohnt in der Traun bei Viechtach. Foto: Hayek)

Mit mehr als einem Meter maximaler Länge und einem Höchstgewicht von 50 Kilogramm gehört der Huchen, auch Donaulachs genannt, zu den größten heimischen Fischarten. Es wäre verwunderlich, wenn nicht auch er höchst gefährdet wäre. Der Fisch liebt schnell fließende, sauerstoffreiche und klare Gewässer, in denen er räuberisch lebt. Seine Bestände gehen deshalb schon seit dem 19. Jahrhundert zurück, denn die fortschreitende Industrialisierung und die explosionsartig gewachsene Bevölkerung verschmutzten die angestammten Gewässer des Fisches erheblich. Das hat sich seit den 1980er Jahren zwar drastisch gebessert, nun aber macht dem Fisch die zunehmende Verbauung der Flüsse und Ströme durch Wasserkraftwerke, Wehre und Dämme zu schaffen.

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Kraken profitieren vom Klimawandel PDF Drucken E-Mail

oktoH.K. Ob Riesenkrake, Kalmar, Sepia oder hundsgemeiner Oktopus: Die Wirbellosen, die die Wissenschaft Cephalopoden nennt, profitieren vom Klimawandel. Während Wale unter zunehmender Lärmbelästigung leiden, Schwefelsäure die Panzer der Schalentiere auflöst und sich Schildkröten heillos im Plastikmüll verstricken, fühlen sich die Acht- oder Zehnbeiner zunehmend wohl in den Weltmeeren. Das geht aus einer Langzeitstudie hervor, die Meeresbiologen der Universität von Adelaide begleiten. 35 Kopffüßer stehen unter besonderer Beobachtung der Wissenschaft und deren Studie beweist: Die sympathischen Tausendsassas kommen heute rund drei Mal so oft im Meer vor, wie noch 1953.

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Mikroalgen – kommerziell produziert PDF Drucken E-Mail

algenH.K. (Bild) Bioreaktor-Pilotanlage des Fraunhofer IGB in Leuna: Die Produktion von Mikroalgen ist aufwändig und teuer. Bislang konzentrierte man sich in USA und Fernost auf die Herstellung des natürlichen Rohstoffes für Biodiesel, Nahrungsergänzung und Biodünger

Seien es Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika oder Biodiesel: Mikroalgen dienen als Ausgangsstoff für viele Substanzen. In einer neuen vollautomatischen Pilotanlage von Fraunhofer in Leuna können sie nun in großem Maßstab quasi künstlich produziert werden: Die Algenkonzentration in diesen Reaktoren ist fünfmal so hoch wie in üblichen Modellen. Natürlich entstandene Algen aus natürlichen Gewässern brauchen so nicht mehr ausgefiltert zu werden – Umwelteingriffe werden unnötig. Mikroalgen sind wahre Tausendsassas: Einige von ihnen bilden beispielsweise viel Omega-3-Fettsäuren aus, die für den menschlichen Körper lebenswichtig sind – und dienen als Ausgangsstoff für entsprechende Nahrungsergänzungsmittel. Viele der Algen-Inhaltsstoffe kommen auch in Kosmetikprodukten vor, etwa der rote Farbstoff Astaxanthin aus der Alge Haematococcus pluvialis. Andere Mikroalgen wiederum produzieren Öle oder Stärke, aus denen Biodiesel, Ethanol oder Biogas hergestellt wird. Ihre Fertigung ist bislang fest in amerikanischer, israelischer und asiatischer Hand – denn in Europa gibt es nur wenige kommerzielle Produktionsanlagen. In Asien werden die Wasserpflanzen meist in Freilandteichen gezüchtet. Doch die Menge der Algen, die sich aus einem Teich schöpfen lässt, ist begrenzt. Denn die Algen benötigen Licht, um zu wachsen – und das gibt es nur an der Oberfläche. Zudem besteht bei offenen Anlagen immer die Gefahr, dass die Algen mit anderen Mikroorganismen kontaminiert werden.

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„Dorie“ bringt Doktorfische in Gefahr PDF Drucken E-Mail

doktorfischDer Paletten-Doktorfisch ist ein schöner Fisch. An einem dunkelblauen Körper leuchten gelbe Flossen und an der Seite prangt ein interessantes schwarzes Muster. Dazu bewegt er sich in der Umgebung bunter Korallenriffe. Nicht zuletzt deshalb haben ihn die Animationskünstler von Hollywood als Titel gebende Hauptfigur im Zeichentrickfilm „Findet Dorie“ ausgewählt. Dorie leidet unter Gedächtnisschwund und versucht, ihre Familie wieder zu finden. Daraus entwickeln sich meist harmlose Abenteuer und das Happy End ist abzusehen. Für Kinder, halt.

Kein Happy End gibt es aber für manch richtigen Doktorfisch, der sich in den Riffen der Philippinen, Indonesiens oder der Malediven (noch) seines Lebens freut. Denn in Aquarianerkreisen ist der Paletten-Doktorfisch, wegen des Films, zum Liebling avanciert. Um mehr als 800 Prozent ist die Nachfrage nach dem nachtblauen Fisch in die Höhe geschnellt, seit der Film im Sommer in Amerika und im Herbst in Europa in die Kinos kam.

Doktorfische heißen Doktorfische, weil sie hinten am Körper, kurz vor der Schwanzflosse, einen skalpellförmigen Auswuchs haben. Sie werden 30 bis 40 Zentimeter lang und bis zu 1,3 Kilogramm schwer. Dabei gilt der Rifffisch unter Aquarianern als schwierig. Ein einzelnes Exemplar braucht mindestens ein 1000-Liter-Becken, zwei oder drei Fische entsprechend mehr. Der Doktorfisch pflanzt sich in Gefangenschaft nicht fort. Wer einen will, muss diesen aus Wildfängen kaufen und die Jäger in den Tropenriffen sind dabei nicht zimperlich: Sie betäuben die Fische mit Cyanid, um sie fangen zu können. Cyanide sind die Salze der Blausäure, ein hoch giftiges Präparat, das verheerende Umweltschäden in den Riffen anrichtet. Da 80 bis 90 Prozent der gefangenen Fische den Transport nicht überlebt (schwere Organschäden wegen des Cyanids), müssen die Jäger entsprechend mehr Fische sammeln. Und das tun sie gerade mehr als fleißig, jedenfalls mehr, als es den Doktorfischbeständen guttut. Hollywoodfilme haben schon früher zum Raubbau der Meere beigetragen. 2003 hat der Film „Findet Nemo“ eine verstärkte Nachfrage auf Anemonenfische hervorgerufen. In manchen Riffen Südostasiens war der putzige Geselle nahezu verschwunden. Und Stephen Spielbergs „Der Weiße Hai“ hat Mitte der 1970er Jahre eine brutale Treibjagd auf Haie hervorgerufen. Sowohl Peter Benchley, der geistige Vater des Films, wie auch sein Regisseur Spielberg waren von dieser Folge mehr als betroffen. Beide sagten damals unisono, dass dieser Film so nicht gedreht worden wäre, wenn sie das früher gewusst hätten. Text: Heinz Käsinger, Foto: DerHans04/Wikimedie Creative Commos

 
Das Farbenspiel des Tintenfisches PDF Drucken E-Mail

Wenn es im Wald, im Riff oder in der Luft auf die Paarungszeit zugeht, dann drehen die Machos erst mal hohl. „Der Champ bin ich!“, röhrt der Platzhirsch und geht ungestüm auf den Nebenbuhler los. Der Paradiesvogel plustert sich auf und zeigt sein prächtigstes Federgewand. Und der Pavian in der Savanne bleckt seine beeindruckenden Reißzähne.

Auch der Sepiamann markiert seinen Anspruch auf den Harem. In der Paarungszeit schillert sein Körper schöner wie ein Regenbogen. Und das ist nicht nur schön sondern auch schlau. Denn durch dieses Verhalten sendet er Signale an seinen Gegner: „Sieh her, so stark bin ich“ oder „ich kenne keine Gnade“, bedeuten verschiedene Farbkombinationen und andere Zeichen (Anstarrrituale, Gesten, Wedeln mit dem Mantel). Bevor der risikoreiche Zweikampf überhaupt stattfindet, kann der Rivale entscheiden, ob er das Risiko des Duells überhaupt eingehen will – oder nicht lieber doch kneift.

„Solche Rituale kennen wir normalerweise eben nur von Wirbeltieren, im Meer sind sie sehr selten“, weiß Dr. Robert Kroll von der Universität Vancouver. Und: „Das Verhalten dokumentiert die Intelligenz von Tintenfischen. Denn jeder nicht geführte Zweikampf trägt zum Fortbestand der Art und zur genetischen Vielfalt bei.“ Denn: „Der Nebenbuhler findet sicher auch kampflos eine andere.“ H.K.

 


 
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